Frauennotruf Koblenz wurde 839 mal aktiv

Der Frauennotruf Koblenz für vergewaltigte Freuen und Mädchen hat jetzt seinen Jahresbericht 2009 veröffentlicht. Danach half der Notruf 301 von sexualisierter Gewalt Betroffenen oder deren Bezugspersonen insgesamt 839 mal – persönlich, telefonisch oder per E-Mail.

Auffällig war die hohe Zahl an persönlichen Beratungen mit Mädchen wegen einer aktuellen Vergewaltigung: Hier fanden zwei Drittel aller Gespräche statt – meist nach Vermittlung durch die Polizei. „Diesen Trend stellen wir auch in diesem Jahr fest. Wir führen dies darauf zurück, dass die Vernetzung im sozialen Hilfesystem sehr gut funktioniert und Betroffene deshalb leichter ein geeignetes Unterstützungsangebot finden als früher“, erläutert Mitarbeiterin Jacqueline Bröhl die steigenden Zahlen. Die Täter stammten nach wie vor meist aus dem näheren bis weiteren Umfeld der Mädchen und Frauen.

Weiter gab es eine große Nachfrage nach Informationen zum Thema sexualisierte Gewalt. Allein die Faltblätter mit Informationen für Mädchen mit Hinweisen zum Schutz bei Verabredungen und mit Selbstverteidigungstipps sowie der Flyer zum Thema K.O.-Tropfen mehr als 1000 mal verteilt. Dementsprechend waren auch die Präventionsangebote des Notrufs sehr gefragt: Es fanden sieben Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse statt, es wurden Lehrerinnen fortgebildet und es gab Anstrengungen, die Kooperation mit Ärztinnen und Ärzten zu intensivieren, um eine gute Versorgung von Frauen und Mädchen nach Gewalterfahrungen zu erreichen.

Außerdem wurden mehrere Veranstaltungen angeboten, die zum Ziel hatten, die Selbstheilungskräfte und inneren Stärken von Frauen bewusst zu machen, um damit ein Gegengewicht zur erlebten Gewalt zu setzen. Insgesamt erreichte der Notruf mit seinen Veranstaltungen mehr als 500 Mädchen und Frauen.

Das Beratungsangebot des Notrufs ist anonym und kostenlos. Um die Kosten für die Präventionsangebote und das Infomaterial gering halten und die Angebote des Notrufs aufrecht erhalten zu können, müssen Sponsorengelder oder Mittel aus Stiftungen akquiriert werden, da die öffentlichen Zuschüsse nicht ausreichen.

  • Der vollständige Jahresbericht kann unter www.frauennotruf-koblenz.de herunter geladen werden.
  • Spendenkonto: Notruf Koblenz, Kontonr. 10 3736 6000, BLZ 570 900 00 (Volksbank Koblenz-Mittelrhein)

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