
Das Logo des Koblenzer Frauennotrufs
Der Frauennotruf Koblenz zieht Bilanz in seinem seinem gerade erschienenen Jahresbericht Bilanz des Jahres 2010: Mit 1163 Beratungen (persönlich, telefonisch oder per Email) verzeichnet er 38,5 Prozent mehr Beratungen als im Vorjahr und überschreite damit “massiv die Grenze seiner personellen und finanziellen Kapazitäten”, wie es in einer Pressemitteilung heißt. “Aufgefangen werden konnte dieser stark erhöhte Beratungsbedarf nur durch das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeiterinnen weit über die regulären Arbeitszeiten hinaus”, heißt es dort weiter. „Wir erklären uns diesen Anstieg durch eine intensivierte Aufklärungsarbeit bezüglich Gewalt an Mädchen und Frauen, durch unsere gute Kooperation mit der Polizei und der stabilen Vernetzung im sozialen Bereich“, erläutert Mitarbeiterin Jaqueline Bröhl.
Neben ihrer Beratungstätigkeit nahmen die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs an zahlreichen regionalen und überregionalen Gremien aktiv teil, um die Angebote des Hilfesystems zugunsten der betroffenen Frauen und Mädchen zu optimieren. Im Präventionsbereich fand u.a. ein Schulprojekt mit getrennt durchgeführter Mädchen- und Jungengruppe, einer zweitägigen Fortbildung für LehrerInnen und einem Elternabend statt. Die Fachkräfte hielten zahlreiche Vorträge über sexualisierte Gewalt, schwerpunktmäßig auch zum sehr aktuellen Thema „KO-Tropfen“. Zusätzlich boten sie mehrere Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse an und führten einen Selbsthilfe-Workshop zur psychischen Stabilisierung betroffener Frauen durch.

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