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Frauennotruf stößt an Kapazitätsgrenzen

Das Logo des Koblenzer Frauennotrufs

Der Frauennotruf Koblenz zieht Bilanz in seinem seinem gerade erschienenen Jahresbericht Bilanz des Jahres 2010: Mit 1163 Beratungen (persönlich, telefonisch oder per Email) verzeichnet er 38,5 Prozent mehr Beratungen als im Vorjahr und überschreite damit “massiv die Grenze seiner personellen und finanziellen Kapazitäten”, wie es in einer Pressemitteilung heißt. “Aufgefangen werden konnte dieser stark erhöhte Beratungsbedarf nur durch das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeiterinnen weit über die regulären Arbeitszeiten hinaus”, heißt es dort weiter. „Wir erklären uns diesen Anstieg durch eine intensivierte Aufklärungsarbeit bezüglich Gewalt an Mädchen und Frauen, durch unsere gute Kooperation mit der Polizei und der stabilen Vernetzung im sozialen Bereich“, erläutert Mitarbeiterin Jaqueline Bröhl.

Neben ihrer Beratungstätigkeit nahmen die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs an zahlreichen regionalen und überregionalen Gremien aktiv teil, um die Angebote des Hilfesystems zugunsten der betroffenen Frauen und Mädchen zu optimieren. Im Präventionsbereich fand u.a. ein Schulprojekt mit getrennt durchgeführter Mädchen- und Jungengruppe, einer zweitägigen Fortbildung für LehrerInnen und einem Elternabend statt. Die Fachkräfte hielten zahlreiche Vorträge über sexualisierte Gewalt, schwerpunktmäßig auch zum sehr aktuellen Thema „KO-Tropfen“. Zusätzlich boten sie mehrere Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse an und führten einen Selbsthilfe-Workshop zur psychischen Stabilisierung betroffener Frauen durch.

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Frauennotruf: Neuer Name, gleiche Nummer

0261/1974-0 ist – das ist die  Telefonnummer des Frauennotrufs Koblenz, der sich seit den 80er Jahren zu einer wichtige Kontaktstelle für Vergewaltigungsopfer am Mittelrhein und auch im Kreis Ahrweiler entwickelt hat. Der dahinter stehende Verein „Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen“ hat nach einer Entscheidung der Mitfrauenversammlung nun seinen Namen geändert: Neuerdings ist er Vereinsregister mit dem Titel „Frauennotruf Koblenz – Fach- und Beratungsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen“ eingetragen.

In der Arbeit mit von Gewalt betroffenen Frauen habe sich gezeigt, dass diese Frauen keinen Notruf brauchen, der rund um die Uhr erreichbar ist, sondern eine qualifizierte Beratung und Information sowie eine Lobby, die für ihre Rechte eintritt, erklärt der Verein jetzt in einer Pressemeldung. Mit dem neuen Namen soll klar gemacht werden, dass der Frauennotruf qualifizierte und professionelle Beratung und Prävention anbietet. „Der neue Name drückt unsere Arbeitsweise und unsere Angebote besser aus“, erklärt Vereinssprecherin Jacqueline Bröhl. Die Telefonnummer für den Frauennotruf bleibt unverändert.