
Bertha von Suttner - Foto mit Unterschrift, um 1886 entstanden.
Über Bertha von Suttner, die erste weibliche Friedensaktivistin, die sich weltweit Gehör verschaffte, spricht Anne Pförtner am Freitag, 1. April, von 15 bis 17 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FrauenForum am Freitag“ im Mehrgenerationenhaus in Bad Neuenahr (Weststraße 6). Alle Interessierten sind eingeladen. In einer Pressemitteilung schreibt die Referentin: “Will man das ungewöhnliche und abenteuerliche Leben der Bertha von Suttner richtig würdigen, muss man sich klar machen, in welche Zeit sie hineingeboren wurde: Es war Mitte des 19. Jahrhunderts, Zeit der Romantik, des Umbruchs, der Aufklärung, der Rebellion. Bertha von Suttner kam 1843 in einem Prager Palais als Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau zur Welt. Ihre spielsüchtige Mutter wird im Laufe der Jahre in mondänen Badeorten das Familienvermögen verspielen.
Diese Situation verlangt ihr in Adelskreisen nicht übliche Entscheidungen ab. Dann verliebt sie sich auch noch in den jüngsten Sohn ihrer Arbeitgeberfamilie in Wien und schlägt den Heiratsantrag des reichen und berühmten Alfred Nobel 1876 Paris aus. Von seiner Familie enterbt, sieht sie zusammen mit Arthur Gundacar von Suttner keinen anderen Ausweg als die Emigration; sie fliehen in den Kaukasus. Dort beginnt Bertha mit der Schriftstellerei – und zwar erfolgreich. Nach neun Jahren Emigration kehren sie 1885 nach Wien zurück. Geprägt von den Erfahrungen, die sie dort gemacht haben, und von den Erkenntnissen, die sie im Exil gewonnen haben, lässt sie der Friedensgedanke nicht mehr los. 1889 erscheint mit durchschlagendem Erfolg ihr Buch „Die Waffen nieder!“ Nun wird Bertha von Suttner endgültig zur zentralen Figur der europäischen Friedensbewegung. Zusammen mit dem österreichischen Pädagogen Alfred Hermann Fried gründet sie 1892 in Berlin die noch heute bestehende Deutsche Friedensgesellschaft.”
Grafik: Mediawiki Commons
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