
Historische Karikatur zur Geschichte der Damenunterwäsche
Mit einer Sonderausstellung mit dem Titel „Reiz und Scham” zeigt das Industriemuseum Euskirchen bis Juni 2010 die Geschichte der Verhüllung nackter Haut. Die Schau erzählt die Kulturgeschichte der Unterwäsche und thematisiert dabei den historischen Wandel von Reiz und Scham. Die Besucher treffen auf mehr als 500 Originalexponate, wie Korsetts des 19. Jahrhunderts oder auch den Hauch von Nichts der modernen Dessous, die mit sehr viel weniger Stoff auskommen als ihre Vorgänger. Auch BHs der 1920er, edle Seidenensembles der „Femme fatale” sowie panzerartige Mieder und Spitzentüten-BHs der Wirtschaftswunderzeit lassen den Wandel der Unterwäsche erkennen.
Wie man zur Unterwäsche stand und steht, ist immer auch eine Frage des Blickwinkels. Die Ausstellung schildert daher das aufregende Thema aus der Perspektive beider Geschlechter und unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen. Zum Beispiel das Korsett des 19. Jahrhunderts – Trägerin und Betrachter assoziierten mit diesem Kleidungsstück ganz unterschiedliche Gefühle. Für die Näherin oder Wäscherin war es schlicht ein Stück Stoff, das Arbeit bedeutete, für den Arzt eine ungesunde Verirrung, in bestimmten Kreisen hingegen der Inbegriff der Erotik. Modejournale, Fotos, Accessoires und Filme ergänzen die Ausstellung.

Mehr als 500 Originalexponate sind in der Sonderausstellung zu sehen.
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