Archiv der Kategorie 'Gewalt'

Förderverein informiert über häusliche Gewalt

Der Förderverein Frauenhaus Ahrweiler beteiligt sich am Fest der guten Laune am Samstag/Sonntag, 28./29. Mai, in Bad Neuenahr. Der Verein fördert das Frauenhaus finanziell; darüber hinaus ist er bemüht, über das Thema “häusliche Gewalt” aufzuklären. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Fördervereins bieten an beiden Tagen Kinderschminken ein. Am Stand in der Hauptstraße finden die Besucherinnen und Besucher zudem Bücher, selbst gemachte Brotaufstriche und Grußkarten. Außerdem ist das Multi-Kulti-Kochbuch erhältlich, das Bewohnerinnen des Frauenhauses zusammengestellt haben. Sämtliche Einnahmen und Spenden gehen an das Frauenhaus.

Frauennotruf stößt an Kapazitätsgrenzen

Das Logo des Koblenzer Frauennotrufs

Der Frauennotruf Koblenz zieht Bilanz in seinem seinem gerade erschienenen Jahresbericht Bilanz des Jahres 2010: Mit 1163 Beratungen (persönlich, telefonisch oder per Email) verzeichnet er 38,5 Prozent mehr Beratungen als im Vorjahr und überschreite damit “massiv die Grenze seiner personellen und finanziellen Kapazitäten”, wie es in einer Pressemitteilung heißt. “Aufgefangen werden konnte dieser stark erhöhte Beratungsbedarf nur durch das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeiterinnen weit über die regulären Arbeitszeiten hinaus”, heißt es dort weiter. „Wir erklären uns diesen Anstieg durch eine intensivierte Aufklärungsarbeit bezüglich Gewalt an Mädchen und Frauen, durch unsere gute Kooperation mit der Polizei und der stabilen Vernetzung im sozialen Bereich“, erläutert Mitarbeiterin Jaqueline Bröhl.

Neben ihrer Beratungstätigkeit nahmen die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs an zahlreichen regionalen und überregionalen Gremien aktiv teil, um die Angebote des Hilfesystems zugunsten der betroffenen Frauen und Mädchen zu optimieren. Im Präventionsbereich fand u.a. ein Schulprojekt mit getrennt durchgeführter Mädchen- und Jungengruppe, einer zweitägigen Fortbildung für LehrerInnen und einem Elternabend statt. Die Fachkräfte hielten zahlreiche Vorträge über sexualisierte Gewalt, schwerpunktmäßig auch zum sehr aktuellen Thema „KO-Tropfen“. Zusätzlich boten sie mehrere Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse an und führten einen Selbsthilfe-Workshop zur psychischen Stabilisierung betroffener Frauen durch.

‘Frauennotruf stößt an Kapazitätsgrenzen’ weiterlesen

Frauennotruf: Neuer Name, gleiche Nummer

0261/1974-0 ist – das ist die  Telefonnummer des Frauennotrufs Koblenz, der sich seit den 80er Jahren zu einer wichtige Kontaktstelle für Vergewaltigungsopfer am Mittelrhein und auch im Kreis Ahrweiler entwickelt hat. Der dahinter stehende Verein „Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen“ hat nach einer Entscheidung der Mitfrauenversammlung nun seinen Namen geändert: Neuerdings ist er Vereinsregister mit dem Titel „Frauennotruf Koblenz – Fach- und Beratungsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen“ eingetragen.

In der Arbeit mit von Gewalt betroffenen Frauen habe sich gezeigt, dass diese Frauen keinen Notruf brauchen, der rund um die Uhr erreichbar ist, sondern eine qualifizierte Beratung und Information sowie eine Lobby, die für ihre Rechte eintritt, erklärt der Verein jetzt in einer Pressemeldung. Mit dem neuen Namen soll klar gemacht werden, dass der Frauennotruf qualifizierte und professionelle Beratung und Prävention anbietet. „Der neue Name drückt unsere Arbeitsweise und unsere Angebote besser aus“, erklärt Vereinssprecherin Jacqueline Bröhl. Die Telefonnummer für den Frauennotruf bleibt unverändert.

Lotto Rheinland-Pfalz spendete für Frauenhaus

Günter Berg (von links), Mitglied der Gesellschafterversammlung von Lotto Rheinland-Pfalz, Doris Elsweiler Dipl.-Sozialarbeiterin des Frauenhauses Ahrweiler, Brigitte Krahforst, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Frauen für Frauen, Inge Degen, Leiterin der Abteilung Zentrale Aufgaben im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz, und Walter Desch, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Lotto Rheinland-Pfalz. Foto: Seydel

Jeweils 10.000 Euro hat Lotto Rheinland-Pfalz jetzt an das Frauenhaus im Kreis Ahrweiler und an die 16 übrigen Frauenhäuser im Bundesland vergeben. Walter Desch, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates von Lotto Rheinland-Pfalz, nannte die Gründe: „Frauenhäuser sind wichtig, denn Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelphänomen. Das Thema ist weit verbreitet und betrifft fast jede vierte Frau einmal in ihrem Leben.“

Neun Monate lang stand die Arbeit von Lotto Rheinland-Pfalz deshalb ganz im Zeichen dieser Spendenaktion. Bei allen möglichen Veranstaltungen wanderte die Spendendose durch die Reihen, in den VIP-Bereichen der rheinland-pfälzischen Fußball-Bundesligisten wurde gesammelt, bei Spielen der Lotto-Elf, bei Konzerten der Mainzer Hofsänger und in befreundeten Unternehmen wurde um Spenden gebeten, die Annahmestellen veranstalteten besondere Aktionen – und auch innerhalb der Lotto-Zentrale hatten die Mitarbeiter viele gute Ideen, wie man Geld für den guten Zweck sammeln konnte. Bei zwei Spendenabenden in Ochtendung und Brodenbach kamen allein schon rund 60.000 Euro zusammen.

‘Lotto Rheinland-Pfalz spendete für Frauenhaus’ weiterlesen

Lemke: Gewalt ist kein Kavaliersdelikt

Eveline Lemke aus Bad Bodendorf ist bündnisgrüne Direktkandidatin im Landtagwahlkreis 13.

Das Menschenrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit sei für viele Frauen im Kreis Ahrweiler und im gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz immer noch nicht selbstverständlich gewährleistet. Das hat Eveline Lemke, die Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Ahrweiler und in Rheinland-Pfalz heute in einer gemeinsamen Presseerklärung mit Anne Spiegel, der Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Frauenpolitik von Bündnis 90/Die Grünen in Rheinland-Pfalz, angemahnt. Anlass ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen am heutigen Donnerstag. Eine beträchtliche Zahl von Frauen und Mädchen müsse immer noch Gewaltandrohungen und tatsächliche physische, psychische und sexualisierte Gewalt erleiden – vielfach täglich, und vielfach im engsten sozialen Umfeld, also durch Lebenspartner, Familienangehörige oder Bekannte. Gewalt zerstöre aber nicht nur die körperliche und seelische Gesundheit, sondern vielfach auch Selbstachtung und Selbstvertrauen der Opfer.

‘Lemke: Gewalt ist kein Kavaliersdelikt’ weiterlesen

Stadt Sinzig wird Mitglied im Förderverein

Kurz nach dem Unterschreiben der Beitrittserklärung: Alfred Fries (von links), Reinhild Kobold, Wolfgang Kroeger, Elisabeth Groß und Georg Tschida.

Die Stadt Sinzig ist neuerdings Fördermitglied des Fördervereins Frauenhaus Ahrweiler. „Es ist eine symbolische Hilfe, aber mit unserer Fördermitgliedschaft möchten wir zeigen, dass die Stadt Sinzig hinter ihrem Anliegen steht“, sagte Bürgermeister Wolfgang Kroeger bei einem Gespräch mit Mitgliedern des Fördervereins.

Gewalt gegen Frauen sei leider immer noch an der Tagesordnung, führte die Vereinsvorsitzende Elisabeth Groß aus. Sie erklärte, dass diese Art von Gewalt nicht nur demütigend ist, sondern durchaus auch lebensbedrohend werden könne. Umso wichtiger sei es, dass die Öffentlichkeit immer wieder auf die Notwendigkeit des Frauenhauses hingewiesen werde. Betroffene Frauen fänden dort nicht nur Beratung, sondern auch Schutz.

‘Stadt Sinzig wird Mitglied im Förderverein’ weiterlesen

Förderverein sichert Frauenhaus-Fundament

Eine positive Bilanz der ersten neun Monate seit der Vereinsgründung zog die Vorsitzende Elisabeth Groß bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins Frauenhaus Ahrweiler im Bodendorfer Winzerverein. Der Förderverein könne stetig steigende Mitgliederzahlen und erfreulich hohe Spendeneinnahmen verzeichnen, heißt es in der neuesten Ausgabe von Sinzig im Blickpunkt. Außerdem habe der Förderverein bei mehreren örtlichen Veranstaltungen mitgewirkt – zum Beispiel beim Fest der guten Laune in Bad Neuenahr, beim Adenauer Heimatfest und beim Sinziger Bücherherbst.

Beim Bücherherbst habe der Verkauf von Büchern und Brotaufstrichen sowie das Kinderschminken dem Förderverein nicht nur finanzielle Mittel gebracht, sondern gleichzeitig dazu beigetragen, die Existenz eines Frauenhauses im Kreis Ahrweiler in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, schreibt Sinzig im Blickpunkt. In Gesprächen mit Bürgermeistern des Kreises seien die Ziele des Vereins erläutert und die Bedeutung und Notwendigkeit von Spenden für das Frauenhaus deutlich gemacht sowie um Unterstützung geworben worden.

‘Förderverein sichert Frauenhaus-Fundament’ weiterlesen

Neue Erkenntnisse zur Hexenverfolgung

Sebastian Wolfgang Schmitz aus Mayschoß hat im Arenberg-Archiv im belgischen Enghien recherchiert und dabei zum Thema “Hexenverfolgung unter der Herrschaft Saffenburg” viele neue Fakten und Erkenntnisse gefunden. Diese Forschungsergebnisse, die auch in einer Broschüre zusammengefasst wurden, präsentiert der Heimatforscher nun im Rahmen von Lichtbildvorträgen. Die Dia-Vorführungen sind kostenlos; folgende Termine sind geplant:

  • Freitag, 26. November, 19 Uhr, Bürgerhaus Rech und
  • Freitag, 3. Dezember, 19 Uhr, Bürgerhaus Dernau.

Mädchen und Frauen lernen sich zu wehren

Sich zur Wehr setzen, bedrohliche Situationen frühzeitig erkennen und entsprechend handeln – das lernen  Mädchen und Frauen jetzt in Selbstverteidigungskursen. Für Mädchen ab acht Jahren findet ein Kurs am Samstag/Sonntag, 6./7. November, jeweils 10 bis 17 Uhr in der ehemaligen Hauptschule in Bad Breisig statt. Anmeldungen unter Tel. 02633/470 588. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Frauen ab 18 Jahren können einen Kurs im Haus der Familie in Bad Neuenahr besuchen: samstags, 13., 20. und 27. November, jeweils 11 bis 15.30 Uhr. Kursleiterin ist Conny Zech vom Frauennotruf Koblenz; sie arbeitet nach dem Konzept „Jede Frau und jedes Mädchen kann sich wehren.“ Anmeldungen unter Telefon 02641/975 349. Die Teilnahme kostet 24 Euro.

“Runder Tisch” gegen Gewalt: Früher helfen

Pressedienst Kreisverwaltung Ahrweiler

Sabine Kriechhammer-Yagmur (vorne) und Rita Cackovic (4.v.r.) mit Teilnehmerinnen des „Runden Tisches Kreis Ahrweiler“. Foto: Pressedienst Kreisverwaltung Ahrweiler

Der „Runde Tisch Kreis Ahrweiler gegen Gewalt“ hatte bei seinem jüngsten Workshop Sabine Kriechhammer-Yagmur vom Bundesverband Paritätisches Bildungswerk in Frankfurt/Main zu Gast. Die Referentin erklärte: „Bundesweit sind Migrantinnen selten Nutzerinnen präventiver Angebote, etwa von Familienberatungsstellen. Gleichzeitig ist ihr Anteil in nachsorgenden Angeboten wie etwa Frauenhäusern besonders hoch.“ Das trifft auch für den Kreis Ahrweiler zu. Rund 40 Prozent der Bewohnerinnen des Frauenhauses haben Migrationshintergrund. Bei der Interventionsstelle, die Frauen nach einem Polizeieinsatz anspricht, sind es sogar 60 Prozent.

Im Mittelpunkt des Runden Tisches stand jetzt die Frage: Wie lassen sich Hilfsangebote so ausrichten, dass sie von allen Personenkreisen – also auch von Frauen mit Migrationshintergrund – angenommen werden können. Was in der Theorie einfach scheint, stellt sich in der Praxis oft als herausfordernd dar. Kulturelle, sprachliche und rechtliche Hürden bei der Suche nach Hilfe müssen berücksichtigt werden.

‘“Runder Tisch” gegen Gewalt: Früher helfen’ weiterlesen