Archiv der Kategorie 'Gleichstellung'

Von der Liebe und anderen Wegen zum Glück

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Zu einem deutsch-skandinavischen Abend laden Rita Čačković, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ahrweiler, und die in Niederdürenbach-Holzwiesen lebende finnische Künstlerin Sirpa Masalin für Freitag, 18. März, ab 18 Uhr in Mehrgenerationenhaus nach Bad Neuenahr (Weststraße 6) ein. „Es erwartet Sie ein anregender Abend mit Gesprächen, Film, Sekt und Selters“, versprechen die Veranstalterinnen. Nach 100 Jahren Internationaler Frauentag hätten Frauen in Deutschland und in Skandinavien ganz unterschiedliche Erfolge auf dem Weg zur Gleichberechtigung vorzuweisen, heißt es auf dem Veranstaltungsflyer. Warum das so ist – dieser Frage wollen die beiden Veranstalterinnen an diesem Abend nachgehen. Neben angeregten Gesprächen steht der Dokumentarfilm „Liebe und andere Wege zum Glück“ von Juliane Schuhler im Mittelpunkt des Abends. Er zeigt drei starke Frauen in einer finnischen Familie, wie sie wurden, wie sie sind, aber auch, welchen Preis sie dafür zahlen mussten. Der Eintritt ist frei.

Frauen sind auf Kreisebene unterrepräsentiert

In Sachen Gleichstellung sei Rheinland-Pfalz vergleichsweise gut aufgestellt. Dies habe vor allem mit der Familienpolitik der Landesregierung und den guten Betreuungsangeboten für Kinder zu tun, wie Rita Cackovic, die Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Ahrweiler, jetzt bei einem Besuch der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft in Petras Lädchen in Bad Neuenahr sagte.

Die gute Situation auf Landesebene spiegele sich in der politischen Präsenz von Frauen im Gebiet des Kreises Ahrweiler jedoch nicht wider. Im Kreistag liege die Frauenquote lediglich bei 24 Prozent; und auch in den anderen politischen Kreisgremien sei die Quote allenfalls mäßig und in den vergangenen Jahren sogar leicht rückläufig.

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“Runder Tisch” gegen Gewalt: Früher helfen

Pressedienst Kreisverwaltung Ahrweiler

Sabine Kriechhammer-Yagmur (vorne) und Rita Cackovic (4.v.r.) mit Teilnehmerinnen des „Runden Tisches Kreis Ahrweiler“. Foto: Pressedienst Kreisverwaltung Ahrweiler

Der „Runde Tisch Kreis Ahrweiler gegen Gewalt“ hatte bei seinem jüngsten Workshop Sabine Kriechhammer-Yagmur vom Bundesverband Paritätisches Bildungswerk in Frankfurt/Main zu Gast. Die Referentin erklärte: „Bundesweit sind Migrantinnen selten Nutzerinnen präventiver Angebote, etwa von Familienberatungsstellen. Gleichzeitig ist ihr Anteil in nachsorgenden Angeboten wie etwa Frauenhäusern besonders hoch.“ Das trifft auch für den Kreis Ahrweiler zu. Rund 40 Prozent der Bewohnerinnen des Frauenhauses haben Migrationshintergrund. Bei der Interventionsstelle, die Frauen nach einem Polizeieinsatz anspricht, sind es sogar 60 Prozent.

Im Mittelpunkt des Runden Tisches stand jetzt die Frage: Wie lassen sich Hilfsangebote so ausrichten, dass sie von allen Personenkreisen – also auch von Frauen mit Migrationshintergrund – angenommen werden können. Was in der Theorie einfach scheint, stellt sich in der Praxis oft als herausfordernd dar. Kulturelle, sprachliche und rechtliche Hürden bei der Suche nach Hilfe müssen berücksichtigt werden.

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Gleichberechtigung steht im Mittelpunkt

„Gleichberechtigung damals und heute“ – um dieses Thema dreht sich das nächste Treffen des Verbands Frau und Kultur Bad Neuenahr-Ahrweiler am Dienstag, 13. Juli, ab 15 Uhr im Hotel Krupp in Bad Neuenahr. Rita Cackovic, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ahrweiler, referiert. Mitglieder und Interessierte sind gleichermaßen willkommen.

  • Weitere Infos unter Telefon 02643/900240 und 02641/363 27.

Frauen-Lebenswelten in Selbstzeugnissen

Mit Selbstzeugnissen zu Frauen-Lebenswelten befassen sich die Bad Breisiger UHUs am Freitag, 25.Juni, ab 18 Uhr im Hotel „ Zur Mühle“ in Bad Breisig. Themen des Abends sind „Das treue Dienen“, „Gelehrsamkeit der Frauen – Frauenmystik“, „Johanna Schopenhauer“, „Die ideale Gattin“, „Fabrik- und Heimarbeit“, „Voreheliche Sexualität“ und „50 Jahre Antibabypille“. Als Textgrundlage dienen die beiden Bände „Frauen – ein historisches Lesebuch“ (Beck’sche Reihe 379-2010) und Thea Dorn: “Frauen – Die neue F-Klasse” (Piper 5085).

Am Beispiel der Fernsehmoderatorin Maybrit Illner geht es außerdem um eine neue Klasse von Frauen, die ihr Selbstverständnis und ihre Agenda für die Zukunft selbst definiert. Diskussionsbeiträge der Teilnehmer sind willkommen. Mitglieder und Gäste sind gleichermaßen eingeladen.

  • Weitere Infos bei Elisabeth Krämer, Telefon 02633/8133

Frühstück dreht sich ums Thema Gleichstellung

Um das Thema “Gleichstellung von Mann und Frau” mit dem Schwerpunkt “gleicher Lohn für gleiche Arbeit” dreht sich ein “Politisches Frühstück” am Samstag, 6. März, ab 11 Uhr in Petras Lädchen in Bad Neuenahr. Die SPD-Frauen der Kreisstadt und der Grafschaft laden anlässlich des Internationalen Frauentages ein. Interessierte sind willkommen.

KDFB-Workshop für Berufsrückkehrerinnen

Der berufliche Wiedereinstieg von Frauen ist Thema eines Workshops des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) im Bistum Trier, zu dem auch Frauen aus den Dekanaten Remagen – Brohltal und Ahr – Eifel eingeladen sind. Vom Freitag, 13. November, 10 Uhr bis Samstag, 14. November, 18 Uhr können Interessentinnen sich in der Katholischen Akademie in Trier über ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt informieren. Zudem wird ein Kompetenztraining angeboten, das sie bei Gehaltsverhandlungen bestärken soll. Der Workshop ist kostenfrei und steht allen Frauen offen, die einen beruflichen Wiedereinstieg anstreben. Auf Wunsch wird eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit bereitgestellt.

Jede Teilnehmerin hat die Möglichkeit sich an einem Mentoring-Programm zu beteiligen. Über drei Monate hinweg werden die Frauen dabei von jeweils einer Beraterin auf ihren beruflichen Weg begleitet. Das Projekt des KDFB steht unter dem Motto „Einstieg, Umstieg, Aufstieg” und findet in drei Bistümern statt. Neben Trier beteiligen sich die Diözesen Regensburg und Berlin. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

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Neue Ortsvorsteherinnen besuchen Mainz

“Frauen machen Kommunen stark” – so lautete hatte das Motto einer Kampagne des rheinland-pfälzischen Frauenministeriums zur Kommunalwahl. Silvia Mühl (CDU) und Helga Schmitt-Federkeil (FWG), die bei der Kommunalwahl im Juni neu gewählten Ortsvorsteherinnen von Sinzig und Franken, haben sich dieses Motto allem Anschein nach auf die Fahnen geschrieben; sie nahmen nämlich jetzt in Mainz an einem Festakt ablässlich des 60-jährigen Bestehens des Grundgesetzes und des Artikels zur Gleichberechtigung teil. “Die Feierlichkeiten boten eine interessante Zeitreise durch die frauenpolitische Vergangenheit der Bundesrepublik”, sagten die beiden frischgebackenen Ortsvorsteherinnen der Rhein-Zeitung.

Frauenmuseum erinnert an AWO-Gründerin Marie Juchacz

Das Bonner Frauenmuseum erinnert jetzt an die AWO-Gründerin Marie Juchacz, die erste Frau, die eine Rede vor dem Reichstag hielt. Die Künstlerin und Sprachforscherin Marlies Obier hat sich mit Marie Juchacz beschäftigt. Ihre Erinnerung an Juchacz ist vom morgigen Freitag, 17. Juli, an unter dem Titel “Über den Tag hinaus” bis zum 2. August im Frauenmuseum zu sehen. Obier hat aus der Rede und anderen Schriften der Parlamentarierin Textfragmente ausgewählt und für ihre Gesamtrauminstallation verwendet.

Am 19. Februar 1919 sprach Marie Juchacz als erste Frau vor dem Reichstag. Das Protokoll überliefert schon nach ihrer Begrüßung “Meine Herren und Damen!” Heiterkeit im Plenum. Während ihrer Rede kam Marie Juchacz vor allem auf die Not zu sprechen, die nach dem Ersten Weltkrieg im Land herrschte. Zehn Monate nach ihrer Rede, am 13. Dezember 1919,  gründete Marie Juchacz die Arbeiterwohlfahrt. Die Ausstellung im Frauenmuseum wird vom AWO-Kreisverband Siegen-Wittgenstein und den Siegener AWO-Werkstätten unterstützt.

Quelle: Bonner Presseblog