Der Frauennotruf Koblenz hat jetzt seine Bilanz der Aktivitäten des vergangenen Jahres veröffentlich: Insgesamt erfolgten 892 persönliche, telefonische oder E-Mail-Beratungen mit 283 Betroffenen von sexualisierter Gewalt oder deren Bezugspersonen. Der aktuelle Anlass, weshalb sich Mädchen und Frauen um persönliche Beratung an den Notruf wandten, gibt Einblick in die Folgen der Gewalt: zu 88 Prozent waren dies psychische Krisen und Ängste, zu 47 Prozent Beziehungsschwierigkeiten. Weitere Probleme waren psychosomatische Folgen, selbstverletzendes Verhalten, Suizidversuch oder -gefahr, Suchterkrankung, Essstörung und sexuelle Probleme.
Fragen zum Ermittlungsverfahren waren in den Beratungsgesprächen bei 65 Prozent der Mädchen und Frauen ein Thema, Fragen zum Gewaltschutzgesetz bei 59 Prozent. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen wollte Anzeige erstatten oder hatte bereits angezeigt. Ca. jede Vierte wünschte sich Prozessbetreuung.


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